Ist der Islam eine friedfertige Religion?
- Die Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Klar ist, dass die weitaus
meisten Muslime friedfertige Menschen sind und ihren Glauben
friedfertig verstehen. Auch viele islamische Theologen legen den Islam
auf eine »friedliche Weise« aus, ja, erklären sogar, dass sich der
Begriff Islam von arab. Salam, Frieden herleitet. Viele Muslime
verurteilen Gewalttaten, kämpfen gegen Verachtung und Hass, und sehen
im Terror im Namen des Islam eher politische und zu verurteilende
Handlungen, die dem Islam widersprechen.
- Andererseits berufen sich auch gewaltbereite Muslime explizit auf
den Koran. Sie rechtfertigen Terror unter Verweis auf Koran, Sunna und
Scharia (z.B. die Hisbollah im Libanon, die Hamas und der Islamische
Dschihad in den palästinensischen Autonomiegebieten, die GIA in
Algerien, die Taliban in Afghanistan und viele andere). Auch
gewaltbereiten Staaten, die ihre Opposition blutig verfolgen, wie etwa
der Irak oder der Iran, kann man schwerlich ihre Treue zu den
Grundlagen des Islam absprechen.
- Sicher ist jede Religion in gewissen Grenzen Auslegungssache: keine
Religion ist in sich einig. So wird auch der Islam unterschiedlich
ausgelegt.
- Dennoch muss man festhalten, dass weder der Koran noch der Hadith
noch die Scharia und auch nicht das Leben Muhammads oder die
Ausbreitung des Islam frei von brutaler Gewalt ist:
- Muhammad war nicht nur Religionsstifter, sondern auch Feldherr,
der seinen Machtbereich mit Gewalt ausbaute und zuweilen grausam
gegen seine Feinde vorging. Ein Beispiel: während seiner
Medinenser Zeit kämpfte er gegen den jüdischen Stamm der Banu
Qurayza. Nach ihrer bedingungslosen Kapitulation 627, ließ
Muhammad die bis zu 700 männlichen Mitglieder dieses Stammes
ermorden und die Frauen und Kinder in die Sklaverei verkaufen.
Auch seine Raubzüge und die Erlaubnis zur Plünderung sprechen
eine deutliche Sprache.
- Ein weiteres Beispiel: »Einige des Stammes ‘Ukl kamen zum
Propheten und nahmen den Islam an, da ihnen aber die Luft in
Medina nicht bekam, wollten sie den Ort wieder verlassen. Der
Prophet befahl ihnen, zu den Weideplätzen der Kamele zu gehen und
sich dort an deren Milch zu laben. Dies taten sie und erholten
sich, doch kurz darauf wurden sie abtrünnig, widerriefen den
Islam und stahlen die Kamele. Erzürnt schickte der Prophet
Männer hinter ihnen her, die sie ergriffen und nach Medina
zurückbrachten. Dort befahl der Prophet, ihnen die Hände und
Füße als Strafe für ihren Diebstahl abzuschneiden und ihnen die
Augen herauszureißen. Dann ließ er die Unglücklichen, ohne
ihnen Wasser zu geben, in der Sonne schmoren, bis sie nach
unendlichen Qualen vom Tode erlöst wurden.« (Überlieferung des
Sahih Bukhari, 1.4.234; 5.59.505; 7.71.623; 8.82.794; 8.82.796;
8.82.797; 9.83.37.)
- Im Koran gibt es neben vielen Aufrufen zum Frieden eine
Vielzahl von Versen, die ebenso deutlich sind.
Hier finden sie
Beispiele. Auch der Hadith kann Gewalt und Tötung in vielen
Fällen rechtfertigen.
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Ist der Koran friedfertig?
- Oft wird zum Erweis der Friedfertigkeit des Islam Sura 5,31 zitiert:
»…wenn jemand einen Menschen tötet … [ist es], als hätte er die
ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben
erhält, [ist es] …, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben
erhalten.«
- Hier der komplette Wortlaut der Verse 31 und 32: (31) »Deshalb
haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen
Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder
ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll,
als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem
Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der
ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen
mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach begingen
viele von ihnen Ausschreitungen im Land. (32) Der Lohn derer, die
gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im
Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder
gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise
abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden.
Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im
Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.«
- In diesem Vers wird also keineswegs das Töten generell verboten
oder als besonders verwerflich bewertet. Vielmehr wird ausgesagt,
dass Allah eine einzige Tötung durch Juden als Tötung der
Menschheit ansieht.
- Moslems werden im Koran dagegen – dem Vorbild Muhammads
entsprechend – unter gewissen Umständen zum Töten,
Verstümmeln und Vertreiben aufgerufen.
- Der positive Versteil (Leben erhalten) ist dagegen eine
Übernahme aus dem (jüdischen) Talmud.
- Machen Sie sich selbst ein Bild und lesen sie den Koran! Hier finden
sie Beispiele.
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