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Ich träume von einer Gemeinde…

(Nach einem Text von Paul Beasley-Murray; der Text ändert sich von Zeit zu Zeit...)

Ich träume von einer befreiten Gemeinde,
befreit von Selbstsüchtigkeit und Stolz,
befreit von devotem Duckmäusertum,
befreit von unguten Abhängigkeiten,
befreit von falschen Idealen und irregeleitetem Streben,
befreit von blindem Festhalten an der Tradition,
befreit von Engstirnigkeit und falscher Intoleranz,
befreit zur Nachsicht und Sanftmut Jesu, befreit zur Freiheit der Kinder Gottes,
befreit von Täuschung und Falschheit, befreit zur Klarheit und Wahrheit,
befreit von Herzenshärte und Herzenskälte, befreit zur Liebe und zum Mut.

Ich träume von einer liebenden Gemeinde,
in der man die Liebe Gottes erfahren hat und erfahren kann,
in der man sich von der Liebe Gottes immer wieder anstecken lässt,
in der man sich von der Liebe Gottes immer wieder in Bewegung setzten lässt,
in der die Liebe zu Gott und den Menschen das zentrale Motiv und das höchste Ziel ist,
in der die Liebe Gottes der höchste Wert und das höchste Kriterium neben der Wahrheit ist,
in der man Vergebung und Versöhnung so lebt, wie Jesus es uns gelehrt hat,
in der man sich frei fühlt, seine Liebe füreinander und für Gott zu zeigen.

Ich träume von einer Gemeinde, die Familie Gottes ist,
in der man sich zu Hause fühlen kann,
in der man sich in Hauskreisen begegnet und sich dort weiterhilft und unterstützt,
in der sich alle mitfreuen und alle mitleiden,
in der man das Familienleben fördert und nicht als Konkurrenz zum Gemeindeleben sieht,
in der Kinder und Jugendliche ernst genommen werden und eine bedeutende Rolle spielen,
in der Alleinstehende sich integrieren können und ihre Bedürfnisse erfüllt werden,
in der die Alten erwünscht sind und sich geliebt fühlen,
in der die »Verunglückten« freundlich aufgenommen werden,
in der die Leidenden das finden, was sie suchen und brauchen.

Ich träume von einer betenden Gemeinde,
in der man das Gebet als ein Privileg erkennt und nicht als eine Pflicht missversteht,
in der man den Reichtum des Gebetes entdeckt und fruchtbar macht,
in der Lobpreis und Anbetung gefördert werden,
in der der Dank an Gott breiten Raum einnimmt,
in der man erwartet, dass Gott unsere Gebete hört und beantwortet,
in der man in der Fürbitte für andere einsteht,
in der Raum und Zeit für Stille und Hinwendung zu Gott ist,
in der man in den Ehen und Familien zusammen betet,
in der die Mitglieder mit- und füreinander beten,
in der die Leiter oft zusammen beten,
in der man das Gebet mit dem rechten Handeln verbindet.

Ich träume von einer Gemeinde, die den Sonntag als Tag des Herrn feiert,
die an diesem Tag die Arbeit demonstrativ niederlegt
und sich versammelt, um Gott zu feiern und anzubeten,
die im Gottesdienst eine Begegnung mit Gott erwartet,
die auf sein Wort hören und sich von seinem Geist berühren lassen will,
die ihren Glauben feiert in einer Art, die Gott ehrt,
in der die Gottesdienste inspirierend, lebhaft und persönlich sind,
in der die Gottesdienste gut vorbereitet, aber auch offen sind,
in der Kinder mit ihren Bedürfnissen Platz haben.

Ich träume von einer Geist-erfüllten Gemeinde
in der man ein Leben führt, das für den Heiligen Geist einladend ist,
in der alle für den Geist Gottes offen sind und ihn nicht dämpfen,
in der man immer wieder die Erfüllung mit dem Geist sucht,
in der man erwartet, Gott am Werke zu sehen,
in der man keine Furcht hat, weiter vorwärts ins Leben des Geistes zu gehen,
in der man nach den Gaben des Geistes strebt und keine Gabe unter- oder überschätzt wird,
in der jeder gemäß seiner Gaben seinen Platz findet.

Ich träume von einer biblischen Gemeinde
in der das Wort Gottes in der Mitte ist,
in der die Bibel als Richtschnur und höchste Norm anerkannt wird,
in der der ganze Heilsplan Gottes und das volle Evangelium gepredigt wird,
in der die Auslegung des Wortes Gottes von allen geübt wird,
in der das Lernen geschätzt und geübt wird
in der man miteinander im Gespräch ist,
in der man dem Fundamentalismus, dem Libertinismus und den Irrlehren wehrt.

Ich träume von einer evangelisierenden Gemeinde
in der man Möglichkeiten nutzt, Menschen kennen zu lernen,
in der man Kontakte zu Nichtchristen pflegt,
in der man erwartet, dass Freunde und Bekannte Christus finden,
in der man Menschen bei passender Gelegenheit von Jesus erzählt,
in der man das Evangelium selbst weitergeben kann,
in der man Gäste in jedem Gottesdienst sieht,
in der jeden Monat Menschen Jesus kennen lernen und sich für ein Leben mit ihm entscheiden,
in der man in kleinen Gruppen den Glauben näher kennen lernen kann.

Ich träume von einer dienenden Gemeinde
in der man einander dient, weil Christus uns gedient hat,
in der die natürlichen Gaben in den Dienst der Gemeinde eingebracht werden,
in der man für die Bedürfnisse der »Schwachen« sorgt,
in der man die Werke Gottes in Tat wie auch im Wort sieht.